Listen to the wisdom of Zombieland – 42 bewegende Reiseberichte

Nebelschwaden. Scheinwerferlicht. Am Ende der Reise stand eine Bühne aus Gold. Die 42 Jugendlichen, die eine Woche lang durch Zombieland gereist waren, um das Antivirus gegen den persönlichen und gesellschaftlichen Untot zu finden, hatten nun einen Ort um von ihren ganz persönlichen Erfahrungen zu berichten. Und das taten sie. Offen, berührend, emotional bewegt und bewegend. Auf Soundcloud haben wir jetzt den Roh-Mitschnitt der Reden der Jugendlichen hochgeladen, um auch noch einmal deutlich zu machen, wie wichtig und mächtig transformierende Bildungsprojekte tatsächlich sind.

“Das hat Hauptstadtformat!” – Unser Projekt “Phonehenge” erhält Auszeichnung vom Bundesverband der Jugendkunstschulen

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Unser Projekt “Phonehenge – A communication Metaphor” wurde vom Bundesverband der Jugendkunstschulen ausgezeichnet. Das Projekt wurde von uns unter dem Label der europäischen Jugendbildung “think europe” entwickelt und in Kooperation mit der Jugendkunstschule in Altenkirchen umgesetzt. Hier der Laudatio-O-Ton:

„Phonehenge. A Communication Metaphor” der Jugendkunstschule Altenkirchen und des Europahauses Marienberg verbindet kulturelle und politische Bildung mit multilateralem Jugendaustausch sowie die aktuellen Themen Kommunikation und Europa und schafft auf diese Weise eine einzigartige Installation für den öffentlichen Raum. Der zweite Preis des Bundeswettbewerbs „Rauskommen! Der Jugendkunstschuleffekt“ geht an eine innovative und partizipative Projektidee mit beeindruckender künstlerischer Qualität. Im Internet kursieren aktuell Bilder, die die drei größten Ängste unserer Zeit in drei einfachen Icons darstellen: schlechter WLAN-Empfang, lange Ladezeiten und niedriger Akku-Status. Digitale Kommunikation ist in unserem Alltag selbstverständlich geworden und dennoch sind wir in so vielen Situationen nicht in der Lage richtig zu kommunizieren. Das Thema betrifft uns alle, doch viel zu häufig teilen, sharen, liken, posten, texten und mailen wir ohne wirklich darüber nachzudenken was wir und mit wem wir es teilen. Mit! „Phonehenge. A Communication Metaphor” ist eine großartige Auseinandersetzung mit dem Thema Kommunikation gelungen: Die neugestalteten Telefonzellen sind gleichzeitig Medium und Metapher der künstlerischen Auseinandersetzung. Entstanden sind unter anderem eine überdimensionale Mailbox, eine Gefängniszelle mit freiem WLAN-Zugang und eine Datenkrake, die die Frage stellt, welche Inhalte man mit der ganzen Welt teilen möchte.

Für mich ist in meinem Alltag auch Europa selbstverständlich geworden bzw. es ist immer selbstverständlich gewesen. Wenn man mich und meine Altersgenossen fragt, was Europa ausmacht, dann wird man als Antwort oft: „offene Grenzen“ bekommen. Denn das war für meine Generation, so lange wir uns erinnern können, eine Selbstverständlichkeit, die jedoch, wie man in den letzten Tagen merkt, gar nicht so selbstverständlich ist. In Zeiten, in denen Grenzen in Europa wieder kontrolliert und geschlossen werden, ist es umso wichtiger, dass junge Menschen, sich begegnen und sich darüber austauschen können, was Europa für sie eigentlich bedeutet. Über „Phonehenge. A Communication Metaphor” sagte eine Teilnehmerin: „Über die Tage entwickelte sich die Arbeitsatmosphäre und die Gemeinschaft zu einem solchen Zustand und einer Intensität, die ich zuvor niemals erfahren habe. Wenn es das ist, was Europa uns eröffnet, dann möchte ich Teil davon sein!“ Wenn ein Projekt dieses Bewusstsein bei Jugendlichen erzeugen kann, ist das vielleicht der größte Erfolg, den kulturelle Bildung für ein gemeinschaftliches Europa überhaupt erzielen kann. „Phonehenge. A Communication Metaphor“ hat Raum für Auseinandersetzung, Begegnung, Gestaltung und Identität geschaffen. 58 Jugendliche aus Polen, Tschechien, Slowenien, Frankreich und Deutschland sind sich begegnet. Es wurde nicht nur über die politischen, kulturellen und sozialen Begebenheiten Europas geredet, sondern durch die Begegnungen untereinander erlebbar gemacht. In Diskussionen und kurzen Vorträgen wurden aktuelle europäischen Fragen thematisiert, in der Arbeit miteinander musste konkret damit umgegangen werden.

Und noch ein Punkt ist wichtig. Die fertigen Objekte bilden eine innovative und beeindruckende Installation für den öffentlichen Raum. Die zwölf ehemaligen Telefonhäuschen – analog zu den zwölf Sternen der Europäischen Flagge – stehen nun in Altenkirchen und Marienberg. Durch die Ausstattung mit Twitter-Accounts laden diese „metaphorischen Kommunikationsobjekte“ Passanten zur Interaktion ein. Sie können dadurch Teil der Installation werden.

„Phonehenge. A Communication Metaphor“ zeigt eindrucksvoll, wie gut es gelingen kann, kulturelle und politische Bildung durch Anknüpfung an die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen miteinander zu verbinden, und gleichzeitig Europäische Begegnung zu schaffen. Die Jugendkunstschule Altenkirchen, das Europahaus Marienberg und die Jugendlichen aus 5 Europäischen Ländern sind rausgekommen, indem sie Themen auf eine Art und Weise angegangen sind, die man auf den ersten Blick in einer Stadt im tiefsten Westerwald mit 6300 Einwohnern für ungewöhnlich halten mag. Der letzte Satz auf der Urkunde der Bundesjugendministerin lautet: „Das hat Hauptstadtformat“.

Jugendbegegnung “Into The Wild” – Anmeldung offen!

002_cityl“Into the Wild” startet am 07.06.2015 und endet am 14.06.2015. Es geht um Mini-LARPs und politische Simulationen in den europäischen Dimensionen (Demokratie, Freiheit, Interkulturalität, Fremdheit etc.). In den ersten Tagen werden wir selbst Simulationen und Live Action Role Plays spielen und reflektieren, um danach selber zu Autoren zu werden.

Teilnehmende sollen eigene Lernprozesse gestalten und evaluieren lernen (Self-Assesment). Das Team wird groß wie nie sein. Special guests kommen aus den Wäldern zu uns! Und auch aus Portugal, Italien und Polen. Es wird intensiv – keine Frage.

Die Teilnehmenden kommen aus 7 Ländern. 60 Jugendliche insgesamt. Ergebnisse des Jugendprojektes werden in der SALTO-Toolbox veröffentlicht und finden damit europaweit Verbreitung.

Hier geht es zu Programm und Anmeldeformular

Participant report (German) about multinational youth gathering

European Youth Gathering 2012 – Bad Marienberg 01.07.2012 – 07.07.2012

Erwartungsvoll setzte ich mich am Sonntag, den 1.Juli in den Zug nach Koblenz und freute mich auf die Begegnung mit Jugendlichen meines Alters aus ganz Europa. Viele Fragen schwirrten in meinem Kopf herum: Was macht man denn bei so einer Jugendbegegnung? Werden wir uns trotz verschiedener Sprachen gut verständigen können? Wie wird der Country Market verlaufen?

In Koblenz angekommen, mussten wir nicht lange warten, bis alle da waren. Nach ca. 45 minütiger Fahrt sind wir schließlich im Europa-Haus Bad Marienberg angekommen. Wir sind eine kleine Gruppe mit 15 Leuten aus 6 verschiedenen Nationen, aber ich war sehr zuversichtlich und freute mich auf die Woche, die ein abwechslungsreiches Programm versprach.

Erste Kennenlernen-Spiele und andere lustige Ice-Breaking-Games bereiteten allen viel Freude und schon am ersten Tag herrschte eine angenehme Atmosphäre in der Gruppe.

Besonders auf den Country Market war ich gespannt! Da ich gleich die Erste war, die ihr Land vorgestellt hat, konnte ich mich nun zurücklehnen und aufmerksam dem lauschen, wie die Anderen ihr Land präsentierten. Dabei habe ich wirklich viele interessante Dinge erfahren und viele ländertypische Leckereien probiert! Die Vorträge waren sehr verschieden…nur leider haben manche das nicht so ernst genommen mit dem Country Market- das war schade!

Am Dienstagmorgen hatten wir die Möglichkeit uns gegenseitig unsere Arbeiten vorzustellen, mit denen wir diese Reise gewonnen haben. Danach teilten wir uns in Gruppen und spielten ein wirklich anspruchsvolles Europaquiz- ähnlich wie „Wer wird Millionär“.

Am besten gefiel mir der Workshop! Mittlerweile waren wir ein eingespieltes Team und unser Paperslip-Movie ist dementsprechend gelungen und ist für jeden in unserer Gruppe eine schöne Erinnerung an die Woche in Bad Marienberg. Richtig interessant fand ich die verschiedenen Möglichkeiten und Methoden, die wir für den Workshop nutzen konnten wie z.B. Paperslip, Prezi, Schattentheater u.v.m.

Schon ist es Donnerstag und wir unternehmen einen Ausflug nach Marksburg und natürlich nach Köln, das für viele heißersehnt war. Wir besuchten das Schokoladenmuseum, den Kölner Dom, waren Essen und genossen am Ufer des Rheins bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen unsere gemeinsame Zeit.

Freitag: Endspurt! Heute müssen die Workshops fertig werden. Das wurden sie auch und jeder einzelne war ein Erfolg für sich! Freitagabend saßen wir alle zusammen im Wällers Stübchen mit Knabbereien, Trinken und Karaoke und wir hatten jede Menge Spaß!

Doch leider war uns allen klar, dass nun allmählich der Zeitpunkt des Abschieds naht. Mit einigen Tränen in den Augen und zahlreichen Umarmungen verabschiedeten wir uns alle schweren Herzens voneinander.

Karsten und Jan: Ich kann nur sagen – Danke & Daumen hoch! Die Woche war insgesamt super!

Liebe Grüße, Anna-Maria Sträßner

Auswertung Europaseminar Mai 2012 (Ingelheim)

Auswertung zum 4 tägigen Europaseminar (22.05-25.05.2012). 23 Jugendliche berichten von ihren Erfahrungen. Inhalte waren: Erstellung Digitaler Präsentationen zu den EU-Institutionen, Interaktive Timeline zum EU-Integrationsprozess, EU-Quiz (Google streetview) und ein ganztägiges @thinkeurope Planspiel.

Kritische Stimmen zum Europaseminar – Jugend kommentiert: ein Blitzlicht!

Ein weiteres Europaseminar mit jungen Menschen neigt sich dem Ende. Zeit Fazit zu ziehen. Neben analogen Auswertungsmethoden, kommen hier junge Menschen zu Wort, die nicht jeden Tag mit europäischer Politik beschäftigt sind. Eine Woche haben sie den europäischen Integrationsprozess und das Who is Who der EU intensiv durchleuchtet. In Blitzlichtform hier die ersten Stimmen:

 

Von keine Lust zu richtig viel Spaß

Auf der Busfahrt dachten viele es werden die langweiligsten Tage ihres Lebens. Doch sobald die Seminare begannen, änderten einige ihre Meinung. Wir lernten viel über die Politik Europas sowie Methoden, die uns im Schulalltag noch hilfreich sein werden.
Inhaltlich lernten wir die Geschichte der EU, die Organe der EU und schließlich auch den Ablauf einer Konventsversammlung kennen. Außerdem entdeckten wir, durch selbst gedrehte Kurzfilme, viel Europa in unserem Alltag. Obwohl ernste Themen behandelt wurden, blieb immer viel Zeit für Späße. Durch den Einsatz modernster Technik wurde das Seminar für uns interessant und abwechslungsreich. Viele fahren mit neuen Erfahrungen nach Hause und werden an vier schöne Tage zurückdenken.

Last weeks Evaluation (Spring Gathering 2011)

The internationale Spring Gathering has spoken… here are some representative participant voices! I want to stress: THEY ARE REPRESENTATIVE! We have not chosen just the ones that were in our favour. Actually the whole seminar was received with standing ovations!

Voices from spring gathering [slideshare id=7673235&w=445&h=510&sc=no]