EU015 Wege aus der Betriebsblindheit – die Sendung zur Bildungshygiene

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Anselm

Anselm ist einfach toll!

3 thoughts on “EU015 Wege aus der Betriebsblindheit – die Sendung zur Bildungshygiene”

  1. Tolle Folge! Kritikfähigkeit ist so ne Sache… Als ich mit politischer Bildung angefangen habe, hab ich mir eingestehen müssen: Du bist NICHT kritikfähig – hab ich natürlich niemals zugegeben nach außen, aber innerlich hab ich immer gekocht, wenn jemand mein Vorgehen kritisiert hat und habe das sofort persönlich genommen. Ein paar Tage später dann kam oft der Tag, an dem ich dann meinen Frieden damit gemacht habe.

    Ich glaube Kritikfähigkeit ist mehr eine Technik als eine Begabung. Und Technik braucht Übung.

    Es geht weit weniger darum DIREKT UND SOFORT das Positive in der Kritik zu sehen und die Schale so hart zu machen, dass einem Kritik gar nicht nahe geht. Das darf Sie nämlich. Meine These ist: Wer etwas mit Leidenschaft, Liebe und viel Energie tut, der ist dort auch besonders verletzbar. Das gilt nicht nur im Beruf, sondern überall. Da der Beruf/die Berufung viel der Lebenszeit einnimmt, spielt das da aber eine besondere Rolle.

    Wo liegt nun die “Technik”? Im Umgang damit – quasi Selbstbeherrschung oder ein Workflow bei eintreffender Kritik. Zwei Dinge:
    1. Die Kritik entgegen nehmen können, ohne “aus der Hüfte geschossen” eine Rechtfertigung zu platzieren. Die Kritik mitnehmen, nachdenken und ggf. konkreter nachfragen, wenn man es nicht ganz nachvollziehen konnte. Kritik tut manchmal weh, auch wenn das nicht die Intention des Äußernden ist. Aber das muss man aushalten lernen – jedenfalls für den (akuten) Moment. Zur Rolle des Senders habt ihr ja auch was gesagt, das hängt vom Thema ab. Nicht nur, weil man sich mag tut Kritik nicht weh. Manchmal ganz im Gegenteil.

    Und dann 2. die Fähigkeit Resilienz (huuuh Fremdwort!) zu trainieren. Sprich: Die emotionale “Verletzung” mit eigener innerer Stabilität/psychischer Widerstandsfähigkeit zu überwinden. Hier gehts um Selbstwertgefühl, Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten, Dinge einordnen können, Situation verstehen, Beweggründe des Äußernden antizipieren.
    Das braucht manchmal Zeit, manchmal Gespräche (auch mit sich selbst) und viel Reflexion – je nach Persönlichkeit. “Ich empfand die Kritik als ziemlich doof und verletztend… aber ist vielleicht doch was dran?”.

    Je besser man “trainiert” ist, desto näher kann letztgenannter Gedanke an den Moment der Kritikäußerung heranrutschen. Für Außenstehende sieht das dann so aus, als könne man mit jeglicher Kritik umgehen und es macht einem nichts aus. Ich glaube aber, dass das gar nicht geht.

    Und wenn man das neugierig ist und Langweile hasst – beste Voraussetzung. 😉

  2. So, hier jetzt mal meine inhaltliche Kritik. Schon ganz gut, was Ihr da abliefert. Methodisch seid Ihr ganz weit vorne mit . Inhaltlich könnte es manchmal noch differenzierter sein. Zum Beispiel finde ich die 70 Jahre in Frieden in der EU recht problematisch. Sagen wir mal, innerhalb der EU und zwischen den Mitgliedsstaaten gab es keinen offenen Krieg. Dafür aber von EU-Staaten finanzierte und z.T. auch direkt durchgeführte Angriffskriege vor allem in der arabischen Welt. Wie wäre es mal mit einem inhaltlichen Podcast, wo Michael Lüders und Jürgen Todenhöfer auf der einen Seite und Thilo Sarrazin auf der anderen Seite besprochen werden? Und dann noch ein paar O-Töne (in Zitatform) von Betroffenen der EU-(Staaten-)Außenpolitik. Über die plötzlichen Annäherungen an Kuba und Iran sowie die ebenso plötzliche Abwendung von Syrien und Russland könnte man dann auch nochmal sprechen.
    So, jetzt aber im Ernst, vom von Euch ernannten Godfather der politischen Bildung: mir gefällt Euer Ding!!! Weiter so, etwas mehr Inhalt statt Spermafrikadellen 😉

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