EU018 Das Bildungs-Rad (nicht) neu erfinden

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Anselm

Anselm ist einfach toll!

One thought on “EU018 Das Bildungs-Rad (nicht) neu erfinden”

  1. Als eine Person die erst seit kurzer Zeit an der Filterblasenwand steht und von außen reinguckt, würde ich Euch gern mal sagen wie das alles oftmals wirkt. Natürlich ist es nur ein allzu menschliches Verhalten gelobt und anerkannt werden zu wollen und für ein geiles Projekt oder eine schöne Idee ist das auch mehr als legitim. Ich lobe gerne! Und habe Grund dazu! Ich habe schon einiges an Methoden und Ideen gesehen, die ich als wirklich innovativ und gewinnbringend, ja sogar bahnbrechend empfunden habe. Da lacht mein Herz, weil ihr (und andere) einer Arbeit nachgeht, die sinnvoll ist und wahrscheinlich am Ende des Tages viel mehr verändert, als man es auf den ersten Blick sehen und denken würde. Der Mensch an sich denkt aber leider nicht immer altruistisch und da fängt das an, was ich an der “Bildungsblase” nicht so mag, bzw. auch albern finde: Der Konkurrenzkampf. Gerade zwischen der formalen und non-formalen Bildung ist es so, als würde es auf dem Schulhof eine gute und eine böse Bande geben. Die einen sind ein bisschen cooler, die anderen die, die es schon immer gab. Jeder will Recht behalten und der Beste sein. Ein Kampf zwischen der Moderne und der Tradition. Das ist echt anstrengend, aber vom Schulhof kommt man halt nie runter. Da schlage ich jetzt den Bogen zum geistigen Eigentum. Natürlich will man sich einen Namen machen. Natürlich will man anerkannt sein. Natürlich will man sein “Baby” herumzeigen und alle sollen finden, dass es das schönste Baby ist, was die Welt jemals gesehen hat. Aber wie in allen Lebenslagen macht auch hier der Ton die Musik. Sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Sich selbst nicht als Protagonisten zu erkennen. Seine Methode so geil zu finden, dass man sie gerne teilt…denn darum geht es: Geile Methoden freiwillig zu verbreiten, damit es von so vielen wie möglich genutzt werden kann. Freiwillig. Nicht geklaut. Denn auch hier geht es um Anerkennung. Egal ob es 140 Zeichen bei Twitter oder 3 Seiten bei WordPress sind. Sich mit fremden Federn zu schmücken ist äußerst unattraktiv, aber am Ende fallen sie eh ab. Echt sein lohnt sich. Dann findet man auch immer neue Partner, die gerne mit einem zusammenarbeiten und ich finde, dass es doch darum geht. Dann kann man sich gegenseitig loben und sich über Ergebnisse freuen und muss nicht sektenmäßig neue Leute anwerben. Die kommen dann von allein. Und: Jede neue Methode baut auf einer schon mal dagewesenen auf. Das ist so und das wird auch so bleiben. Wir werden alle auch weiterhin mit heißem Wasser kochen können…aber mit Stickstoff lässt sich da auch was machen? Trotzdem bleibt der Effekt derselbe. Kann man ja mal gemeinsam drüber nachdenken. Danke für die kurzweilige Stunde. Join the movement.

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